Verkaufsoffene Sonntage in Osnabrück

Aktuell sind keine Shopping-Events in Osnabrück geplant.

Verkaufsoffene Sonntage in Osnabrück

Wer schon mal in den Norden Deutschlands gefahren ist, weiß, dass es, umso weiter man nach oben kommt, immer flacher und schöner wird. Naturlandschaften und wenige mit Menschenmaßen befüllte Städte bestimmen das Bild. Osnabrück ist solch ein Paradebeispiel: kaum kleiner als Hannover, aber deutlich weniger Einwohner. Die gemütliche Lebensart spürt man auch hier, trotz der Nähe zu Westfalen und der damit verbundenen Historie.

 

Es ist die perfekte Gegebenheit, um in Osnabrück eine ausgiebige Shoppingtour zu unternehmen, ohne von Massen durch Einkaufsstraßen und -passagen gedrängt zu werden. Am besten eignen sich dafür die Kamp-Promenade, das Heger Tor Viertel, der Nikolaiort und für Feinschmecker die Markthalle.

 

Diese Osnabrücker Orte eignen sich selbstredend auch bestens für Sonntagseinkäufe. Damit Geschäfte, Einkaufszentren, Kaufhäuser und Outlet auch sonn- und feiertags öffnen dürfen, muss sich die Stadt Osnabrück an das Niedersächsische Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten halten.

 

Wie das genau lautet, wie viele verkaufsoffene Sonn- und Feiertage es in Osnabrück geben darf und wie diese geregelt sind, haben wir uns genauer angeschaut und fein säuberlich zusammengefasst.

Sonntagsöffnungen in Osnabrück

Insgesamt an vier Sonntagen im Jahr dürfen Geschäfte ihre Türen für die Kundschaft öffnen. Viel ist das nicht, aber besser als nichts. Ausgeschlossen sind sämtliche staatlich anerkannten Feiertage.

 

Verlesen werden die verkaufsoffenen Ruhetage von der zuständigen Behörde jeder Gemeinde. Dabei gilt, dass pro Gemeinde maximal sechs Sonntagsöffnungen vergeben werden dürfen, aber eben nicht mehr als vier pro Ortsteil. Wenn also ein Ortsteil bereits vier in Anspruch genommen hat, bleiben den restlichen Ortsteilen einer Gemeinde nur noch insgesamt zwei übrig.

 

Als Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag muss ein Fest, eine Messe oder ein anderes Event, welches von Interesse für die Öffentlichkeit ist, stattfinden. Grundsätzlich gilt in Osnabrück: Eine Sonntagsöffnung darf nur erfolgen, wenn sich der Aufwand auch lohnt, sprich genug Besucher zu erwarten sind.

 

Wie es schon im Bundesrecht steht –  das bis 2006 auch in Osnabrück Gültigkeit besaß –, dürfen Verkaufsstellen an verkaufsoffenen Sonntagen maximal fünf Stunden aufhaben. Geöffnet werden darf aber frühstens nach der ortsüblichen Zeit des Hauptgottesdienstes – der meist bis 12 oder 13 Uhr geht.

 

Neben einigen anderen Ausnahmen, wozu wir gleich noch kommen, sieht es Niedersachsen recht locker mit Öffnungszeiten an Sonntagen. Demnach dürfen einzelne Verkaufsstellen einen separaten Antrag auf Öffnung stellen, wenn dafür ein Anlass gegeben ist. Wird diesem stattgegeben, wird die Sonntagsöffnung nicht auf die vier bzw. sechs üblichen verkaufsoffenen Sonntage gezählt. Außerdem behält sich die Stadt Osnabrück offen, bei besonderen Anlässen wie einer Jubiläumsfeier einer Gemeinde eine Ausnahme von der Ausnahme zu machen. In diesem Fall dürfen sogar Feiertage mit einbezogen werden.

Osnabrück hat gleich mehrere Ausnahmen

Meist drehen sich die Ausnahmen in Städten und Regionen rund um Kur-, Ausflugs- und Erholungsorte. Auch im Falle von Osnabrück beziehungsweise Niedersachsen kommt das zum Tragen, aber in anderer Weise, wie man es von anderen Bundesländern gewohnt ist.

 

Zunächst einmal gilt für Gemeinden, die als Ausflugsort anerkannt sind, insgesamt acht verkaufsoffene Sonntage. Somit können dort ansässige Geschäfte, Kaufhäuser und Einkaufszentren zweimal mehr als üblich sonntags zum Shoppen einladen. Ist jedoch nur ein Ortsteil einer Gemeinde als Ausflugsort anerkannt, gelten die acht Sonntage auch nur dort.

 

Und damit noch nicht genug: In der Zeit vom 15. Dezember bis 31. Oktober dürfen Verkaufsstellen jeden Sonn- und Feiertag für acht Stunden öffnen (ausgenommen Karfreitag und der erste Weihnachtsfeiertag). Allerdings muss sich das Sortiment auf täglichen Kleinbedarf, Bekleidung, Schmuck und Waren, die für Osnabrück oder den jeweiligen Ort kennzeichnend sind, beschränken.

 

Am Ende möchte man nicht meckern, was Osnabrück an verkaufsoffenen Sonntagen zu bieten hat.