Verkaufsoffene Sonntage im Bundesland Berlin (BE)

BE – Verkaufsoffene Sonntage und außergewöhnliche Öffnungszeiten in Berlin finden Sie bei uns ebenso wie zahlreiche Veranstaltungen, Einkaufszentren und Geschäfte. So wird Ihr Einkauf am Sonntag zum Erlebnis!

Verkaufsoffene Sonntage in Berlin

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern sie kann auch als Hauptstadt des Shoppings gesehen werden. Neben München, Hamburg und Düsseldorf findet sich dort eine vielfältige Auswahl an Geschäften, Einkaufsstraßen und Shoppingcenter.

 

Neben aufregendem Sightseeing bieten der Kurfürstendamm, die Mall of Berlin, das Alexa am Alexanderplatz, das Bikini oder die Potsdamer Platz Arkaden großartige Gelegenheiten ins Einkaufsglück zu kommen – auch an dem ein oder anderen Sonntag.

 

Abseits der bekannten Hotspots, finden sich in Berlin aber auch viele Geheimtipps, Märkte und kleinere Geschäfte, die sonntags ihre Türen öffnen. Wann genau das erlaubt ist –  ob groß oder klein –, entscheidet das Berliner Ladenöffnungsgesetz. Wie das im Detail aussieht, haben wir zusammengefasst.

Sonntagsöffnungen in Berlin

Das Berliner Ladenöffnungsgesetz (BerlLadÖffG) wurde 2006 verabschiedet, direkt nach der Föderalismusreform. Neben üblichen verkaufsoffenen Sonntagen regelt es auch die allgemeinen Ladenöffnungszeiten, den Verkauf bestimmter Waren an Sonn- und Feiertagen sowie bestimmte Ausnahmen.

Apotheken, Tankstellen und Co.

Wie man es aus anderen Bundesländern auch kennt, dürfen an Sonn- und Feiertagen sowie ganztägig am 24. Dezember Apotheken, Tankstellen sowie Verkaufsstellen an Bahnhöfen, Busterminals und Flughäfen geöffnet sein – und das theoretisch rund um die Uhr. In Berlin gilt nämlich die 6 x 24 Regelungen; somit dürfen Geschäfte an den regulären Werktagen und samstags 24 Stunden geöffnet sein, wenn sie wollen. Die genannten Ausnahmen dürfen sich auf diese Regelung auch am Sonntag beziehen.

 

Die zu verkaufende Ware muss sich bei Apotheken üblicherweise auf Medikamente und dergleichen beschränken. Bei den Tankstellen ist der Verkauf auf Kraftstoff, Fahrzeugteile und Reisebedarf beschränkt. Ausnahmen stellen Fernbahnhöfe und der Flughafen Berlin-Tegel dar. Die dort ansässigen Geschäfte haben die Erlaubnis auch an Sonn- und Feiertagen Ware für den täglichen Lebens- und Haushaltsbedarf sowie Reisegepäck, Reisetaschen, Geschenkartikel und Sehhilfen zu verkaufen. Am Flughafen Berlin-Tegel kommen zudem noch Textilien und Sportartikel hinzu.

Verkaufsoffene Sonntage in Berlin

Was die Anzahl verkaufsoffener Sonn- und Feiertage angeht, bewegt sich Berlin im Vergleich zu den anderen 15 Bundesländern im oberen Drittel. Ganze 8 Mal dürfen Geschäfte und Einkaufspassagen Sonntags die Pforten für die Kundschaft öffnen. Allerdings dürfen diese Sonntage nicht aufeinander folgen. Die acht Tage werden jedes Jahr von der Senatsverwaltung festgelegt und fallen somit nicht alljährlich auf die gleichen Sonn- und Feiertage.

 

Im Normalfall dürfen sich die Öffnungszeiten der verkaufsoffenen Sonntage ausschließlich zwischen 13:00 und 20:00 Uhr bewegen – sodass sie auf jeden Fall nach dem Hauptgottesdienst starten. Liegt allerdings ein gewichtiger Grund vor, welches das öffentliche Interesse betrifft, kann sich die Senatsverwaltung auch für andere Öffnungszeiten sowie aufeinanderfolgende Sonn- und Feiertage aussprechen. Von diesen Regelungen sind allerdings verkaufsoffene Sonntage ausgeschlossen, wenn sie auf folgende Feiertage fallen: Neujahr, 1. Mai, Oster-, Pfingst- und Totensonntag, sowie Volkstrauertag, den 24. Dezember, vorausgesetzt er fällt auf den letzten Adventssonntag, und die Dezember-Feiertage.

Zwei weitere verkaufsoffene Sonn- und Feiertage im Jahr

Neben den bereits acht verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr können Verkaufsstellen in ganz Berlin zwei weitere Tage als solche beanspruchen. Diese Sonntagsöffnungen dürfen jedoch nur mit dem Anlass eines besonderen Ereignisses wie einem Firmenjubiläum oder einem Straßenfest stattfinden. Die von solchen Festivitäten betroffenen Verkaufsstellen müssen die Sonntagsöffnungen mindestens zwei Wochen im Voraus beim zuständigen Bezirksamt angeben; zusammen mit dem Anlass.

 

Die Öffnungszeiten und die Feiertage, an denen sonntags nicht geöffnet werden darf, gelten unverändert, entsprechend den oben beschriebenen Regelungen für verkaufsoffene Sonn- und Feiertage.

Spezielle Regelungen Abseits des Ku’damms und der Einkaufszentren

Diejenigen, die sich weniger in Berlins bekanntesten Shoppingmalls, Einkaufsstraßen oder Einzelhandelsläden in der City aufhalten möchten, bietet sich Sonn- und Feiertags eine besondere Gelegenheit. Nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz dürfen Kunst- und Gebrauchtwarenmärkte jeden Sonn- und Feiertag von 7:00 bis 18:00 Uhr öffnen beziehungsweise ihre Stände präsentieren. Wer also mit Markenartikeln nichts anfangen kann, ist in Berlin an der richtigen Adresse, wenn es um Gebrauchtes, Second Hand, Kunstwerke aller Art und dergleichen geht. Passend dazu möchte Berlin zukünftig als Vorreiter gelten und plant derzeit im Senat die Eröffnung mehrerer Kaufhäuser für Gebrauchtwaren.

 

Wem die kreative Kunst auf Märkten nicht ausreicht, ist in Berlin auch richtig, wenn es um Museumsbesuche geht. Die Anzahl derartiger Institutionen ist in Berlin deutschlandweit unübertroffen – nicht nur im geschichtlichen Aspekt, sondern auch auf die Kunst bezogen. Entsprechend dürfen Verkaufsstellen in Berlins Museen sonntags so lange geöffnet haben, wie es die jeweiligen Öffnungszeiten vorgeben.

Berlin für Touristen

Da Berlin außerdem ein Hotspot für Fremdenverkehr ist, gilt stadtweit die Regelung, dass Verkaufsstellen, die Bedarf für Touristen verkaufen, an Sonn- und Feiertagen zwischen 13:00 und 20:00 öffnen dürfen. Spezielle ausgewiesene Bereiche wie Kur- oder Erholungsorte sind in Berlin nicht festgelegt. Daher gilt diese Regelung aus dem Ladenöffnungsgesetz in ganz Berlin.