Black Friday: Ausnahmezustand für Schnäppchenjäger

    20. November 2017 | By | Reply weiterlesen

    Wartende Massen vor dem Apple Store – dieses Bild kennen wir zur Genüge auch aus Deutschland. Doch vor Walmart, Target oder anderen amerikanischen Großmärkten gibt es das vor allem am sogenannten „Black Friday“ (dt. Schwarzer Freitag). In gut einem Monat, am 24.11.2017 ist es wieder soweit.  An diesem Tag warten in den USA unzählige Schnäppchenjäger darauf, dass die Geschäfte öffnen. Denn am Freitag nach Thanksgiving beginnt die vorweihnachtliche Einkaufsaison mit sagenhaften Rabatten und Angeboten.


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    Was ist der „Black Friday“?
    In vielen Staaten in den USA wie Kalifornien, Florida oder Nebraska ist Black Friday auch ein offizieller Feiertag für alle Staatsangestellten. Aber auch viele Arbeitnehmer geben ihren Angestellten an diesem Brückentag nach Thanksgiving frei, damit diese ein verlängertes 4-Tage-Wochenende genießen können. Dieser Freitag nach dem amerikanischen Erntedankfest wurde oft als geschäftigster Tag im Einzelhandel beschrieben, was aber erst seit 2002 tatsächlich der Fall ist.

    Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum an diesem Tag so viel geshoppt wird. Zunächst einmal beginnt an diesem Tag sowohl für die Händler als auch für die Kunden die Weihnachtssaison, da Thanksgiving der letzte große Feiertag vor Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen ist. Zu diesem Anlass werben große und kleine Geschäfte mit äußerst attraktiven Rabatten, sogenannten „doorbustern“ (dt. Türzerstörern). Diese sorgen dafür, dass die Kunden den Händlern förmlich die Türen einrennen. Hinzu kommt, dass die Läden an diesem Tag immer früher öffnen, teilweise sogar um Mitternacht.

    Woher kommt der „Black Friday“?
    Der Black Friday kommt ursprünglich aus den USA, wo er als Tag nach dem dortigen Erntedankfest die Weihnachtsshopping-Saison einläutet. Diese Verbindung von Erntedank und Weihnachten rührt vermutlich daher, dass Thanksgiving-Paraden oft mit dem Erscheinen von Santa Claus enden, da Heiligabend nicht mehr lange hin ist.
    Die Erntedankparaden gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zudem von großen Kaufhausketten wie Macy’s oder Eaton’s gesponsert. Wodurch die unausgesprochene Regel entstand, dass kein Geschäft vor dem Erntedankfest mit der Weihnachtswerbung begann. So läutete erst der Tag nach Thanksgiving die Weihnachtsaison in den Geschäften ein.



    So wird der Tag in den USA begangen
    Da der Black Friday in den USA generell ein Brückentag ist, nutzen viele Amerikaner das verlängerte Wochenende, um mit den Weihnachtseinkäufen zu starten. Das machen sich viele Einzelhändler zunutze, indem sie mit sagenhaften Rabatten locken. Schon seit Jahren gehört der Black Friday zu den geschäftstüchtigsten Tagen in den USA. Nur der letzte Samstag vor Weihnachten kann da ab und an mithalten.

    Am Black Friday, der Tag nach Thanksgiving, öffnen viele Geschäfte und Malls in den USA bereits um Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden. Unglaubliche Rabatte und Schnäppchen sorgen regelmäßig dafür, dass viele Menschen sich bereits nachts in langen Schlangen vor dem Geschäft postieren und darauf warten, dass es seine Pforten öffnet. Seit einigen Jahren verliert der Black Friday für den Einzelhandel in den USA jedoch an Bedeutung, was am Rückgang der Umsatzzahlen messbar ist.

    „Black Friday“ in Deutschland
    Der Black Friday kam 2006 nach Deutschland als der Technikriese Apple seine Sonderangebote für diesen Tag auch in den deutschen Stores und in seinem Onlineshop zugänglich machte. Da Apple große Umsatzgewinne verzeichnen konnte, verwundert es kaum, dass der Black Friday schnell Nachahmer in Deutschland fand. Während in den USA der Black Friday vor allem in den Geschäften vor Ort stattfindet, sind es hierzulande die Online Shops aus den Bereichen Mode und Elektronik, die spezielle Rabatte und Sonderaktionen für diesen Tag anbieten. Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) beteiligt sich mittlerweile jeder vierte Online Shop an der Aktion. Darunter sind zum Beispiel Amazon, Otto, Urban Outfitters oder Samsung zu nennen. Immerhin wird seit einigen Jahren auch in Deutschland fast eine Milliarde Umsatz am Black Friday und dem darauffolgenden Cyber Monday generiert.

    Woher kommt der Begriff „Black Friday“?
    Anders als man in Deutschland vielleicht vermuten würde, hat der „Black Friday“ nichts mit dem „Schwarzen Freitag“ von 1929 zu tun als die New Yorker Börse zusammenbrach. Denn dieser Tag ist in den USA als „Black Thursday“ bekannt und fiel in Europa nur durch die Zeitverschiebung auf einen Freitag.

    Das Begriffspaar „Black Friday“ wurde das erste Mal in den 60er Jahren von der Polizei in Philadelphia und Rochester verwendet, um die mit Menschen verstopften Straßen und Gassen am Tag nach Thanks Giving zu bezeichnen.
    Eine andere Erklärung lautet, dass die Händler und Ladenbesitzer an diesem Tag „schwarze“ Zahlen schreiben, also ein großes Umsatzplus erwirtschaften und den Freitag damit zum „schwarzen“ Freitag machen.

    Chaos & Kritik am Konsumfeiertag
    An Black Friday gibt es nicht nur saftige Rabatte, sondern immer wieder auch zahlreiche Medienberichte in den USA über tumultartige Szenen beim Einlass und regelrechte Kämpfe um die Schnäppchen. So kam es im Jahre 2008 sogar dazu, dass ein Walmart-Mitarbeiter von der hereinströmenden Menschenmenge zu Tode getrampelt wurde. Weitere, bekannte Todesfälle vom Black Friday gibt es nicht, aber zahlreiche Verletzungen durch Stürze, Tritte und sogar tätliche Angriffe werde jedes Jahr wieder gemeldet. So wird immer wieder auch Kritik am mangelnden Crowd-Managment vieler Stores geübt.

    Kritik gibt es auch an der Art der Rabatte. Manche Angebote, die mit 50 Prozent oder mehr Nachlass beworben werden, würden in Wirklichkeit nur eine Ersparnis von 10 bis 25 Prozent bringen wie Verbraucherschützer berichten. Denn beim angegebenen Ausgangspreis handelt es sich oft um einen sogenannten Mondpreis. Also einen Preis, der weit über dem handelsüblichen Preis angesetzt ist.

    Cyber Monday – Für alle, die den Freitag verschlafen haben
    Die Antwort des amerikanischen Online Handels auf den traditionellen Black Friday war der Cyber Monday. Denn am Montag nach Thanksgiving bieten vor allem Online Shops attraktive Rabatte, um die Personen zum Shoppen zu animieren, die beispielsweise am Black Friday zuhause geblieben sind oder nicht das Richtige gefunden haben. 2013 gaben die Amerikaner über 1,73 Milliarden Dollar und 2014 sogar 2 Milliarden Dollar am Cyber Monday aus.

    Welche Schnäppchen sind 2017 zu erwarten?
    2016 fällt der Black Friday auf den 25. November und vor allem die Online Shops kündigen schon die ersten saftigen Angebote an. Sicherlich kann man sich auf attraktive Rabatte bei Apple, Amazon und ebay, auf Technikschnäppchen auf cyberport.de oder auf günstige Mode in Shops wie Zalando oder Asos freuen. Wer einen Überblick darüber behalten will, wo es die besten Deals gibt, der sollte einen oder mehreren Live-Blogs und Übersichtsseiten folgen, die die attraktivsten Angebote zusammentragen.


    Hier die Black Friday Termine der nächsten Jahre
    24. November 201723. November 201829. November 2019
    27. November 202026. November 202125. November 2022

    Verkaufsoffene Sonntage im Advent
    Nach dem BlackFriday kommt der verkaufsoffene Sonntag! Wer auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk ist oder einfach schonmal den Weihnachtsmann sehen möchte – hat an den Sonntagen im Advent allerlei Möglichkeiten dazu.
    26.11.201703.12.201710.12.201717.12.2017

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